Twin Peaks - Das Böse folgt auf Schritt und Tritt
(Fortsetzungen und überflüssige Filme auch)
Regisseur: David Lynch
Darsteller: Sheryl Lee, Moira Kelly, David Bowie, Chris Isaac
Verleih: Jugendfilm
Start: 23.07.
Twin Peaks, eine kleine, chaotische, amerikanisch moralinsaure und auf Postkarten idyllische Stadt, glücklicherweise in einem Tal gelegen. Einwohner: 51.201, (noch). Ein geheimes Tagebuch, ein Pakt, ein böses Zweit-Ich und ein Ring. Ach ja - und viele Zweitwagen. Träume, Halluzinationen, böse Vorahnungen, Liebesgeschichten (kurze), Zimmer, weiße Striche und weiterer unverständlicher Symbolmist. Das ist die Welt von Twin Peaks. All die bizarren Elemente der Serie, komprimiert auf Spielfilmlänge. Muß das nicht Chaos ergeben? Ja - das ergibt heilloses Chaos! Ihre Vermutung war richtig. Schwerhörige FBI-Fähnleinführer, starke Agenten und Leichen, deren
Obduktion Lynch feinfühlig mit saugenden, schmatzenden Geräuschen unterlegt. Also vergessen wir lieber das Essen im Kino, denn wenn der Fingernagel sich zäh vom Fleische löst, bleibt selbst Hartgesottenen das Popcorn in der Röhre stecken. Lustig ist immer wieder der Effekt, wenn der Nachbar sagt: Ist das nicht? Ja, Er/Sie ist es! Die Produzenten haben zwar Mühe für den Film, aber keine Kosten gescheut und Stars gekauft. David Bowie, Kiefer Sutherland, Harry Dean Stanton, Chris Isaak und
Jürgen Prochnow wurden erfolgreich zum Mitspielen genötigt. Kurzum: Wer die Serie gesehen hat, ärgert sich. Wer die Serie zum Teil gesehen hat, wird verwirrt. Wer die Serie nicht
gesehen hat, versteht nichts. Wer die Serie nicht sehen wollte, wird auch den Film nicht sehen wollen.
Ha, Ha Guten Tag!
-ungenügend-
RENToKILL